You are currently viewing Keinen Bock mehr auf Muttersein – Schuldgefühle für solche Gedanken?

Keinen Bock mehr auf Muttersein – Schuldgefühle für solche Gedanken?

Ich hatte recht rosarote Vorstellungen vom Muttersein – mittlerweile bin ich mit zwei Achtjährigen und einem Vierjährigen mehr als einmal auf dem Boden der Realität aufgekommen – und der ist nicht immer rosarot und schon gar nicht zuckerwatteweich. Aber was ist, wenn wir zwischenzeitlich denken und fühlen, dass wir einfach keinen Bock mehr aufs Muttersein haben?

Leider sind diese Gedanken und Gefühle in unserer Gesellschaft immer noch stark tabuisiert. Allzu gegenwärtig ist in den Köpfen noch das Bild der hingebungsvollen Frau, die sich ohne eigene Bedürfnisse über die kleinen und großen Mitmenschen kümmert. Tatsächlich gibt es ja auch noch genug Instanzen, die davon profitieren, wen Frauen diesem Bild entsprechen. Dann sind sie günstige Pflegekräfte und Haushaltsorganinsatorinnen. Und noch Vieles mehr.

Schuld und Scham sind die Gefühle, die Mütter oft überkommen, wenn sie der Gedanke durchzuckt, am liebsten alles hinwerfen zu wollen. In dieser Podcastepisode spreche ich ganz fokussiert über diese Situation, ihre Ursachen und wie du damit umgehen kannst, wenn deine Mutterrolle gerade total leid bist: Keinen Bock mehr aufs Muttersein – Du fühlst Schuld & Scham – und jetzt?!

Diese Punkte können dir helfen:

  • Reflektiere, wie es dir gerade geht:
  • Ist viel los in deinem Leben? Musst du vielen Rollen und hohen Anforderungen entsprechen?
  • Woher kommen die hohen Anforderungen? Welche liegen in deinem eigenen Anspruch, welche werden von außen an dich herangetragen?
  • Notiere dir, was dir Kraft gibt und wer dich jetzt unterstützen und entlasten kann – und wenn es nur für zwei Stunden ist, damit du etwas für dich tun kann.
  • TAKE ACTION! Trau dich und leg los. Bitte um Hilfe!

Wir stehen als Eltern vor der Herausforderung – ähnlich wie unsere Kinder– ständig kooperieren zu müssen. Außerdem müssen wir unsere eigene Bedürfnisse immer mal wieder zurückzustellen und Raum für das zu schaffen, was unsere Kinder gerade brauchen. Das ist anstrengend und benötigt dringend Phasen des Ausgleichs.

Hilfreich ist auch, Menschen zu haben, die ähnliche Gedanken und
Gefühle kennen, eine vertrauensvolle Gemeinschaft, bei der man sich aussprechen kann und Mitgefühl und Bestärkung erfährt. Wenn du niemanden kennst oder hast, schreibe mir! [info[at]gelassenfamilieleben.com]

Es ist vollkommen okay und normal, nicht immer freudestrahlend Bücher vorzulesen, Brote zu schmieren und Kinder zu trösten – total! Gleichzeitig können nur wir als Erwachsene steuern, uns aufzutanken und für unsere Kinder der sichere Hafen zu sein, den sie zum Aufwachsen brauchen. Unsere Kinder können das nicht und sie sind auf uns angewiesen.

Habe Mitgefühl mit dir selbst und bleibe mit deinen Gefühlen nicht allein. Wenn deine Situation sehr akut ist und du das Gefühl hast, nicht mehr zu können, findest du auch hier Hilfe:

Frühe Hilfen (für Eltern mit Kindern bis 3 Jahre)

Überregionale Krisentelefondienste

Gib gut auf dich Acht, du bist wichtig.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.